Empathie-Test: verlässliche Diagnose als Grundlage für gezielte Entwicklung
Wer Empathie gezielt verbessern will, darf nicht im Nebel stochern. Zuerst braucht es eine verlässliche Diagnose. Denn es macht einen großen Unterschied, ob jemand vor allem beim Mitfühlen, beim Verstehen oder beim Erkennen von Gruppendynamiken Schwächen hat. Genau hier setzt der Gießener Empathie-Test (GET) an.
Der GET misst emotionale, kognitive und soziale Empathie auf wissenschaftlicher Grundlage. Er wurde im deutschsprachigen Raum entwickelt, mit über 20.000 Teilnehmenden validiert und liefert in 15 bis 20 Minuten ein klares Profil Ihrer empathischen Stärken und Schwächen – online, anonym und mit Sofortauswertung.
Der Nutzen ist einfach: Ein Arzt kann nur dann wirksam behandeln, wenn vorher eine saubere Diagnose vorliegt. Genauso ist es bei der Empathie. Ohne fundierte Diagnose bleibt jede Entwicklung unscharf. Mit einem validen Test dagegen wird sichtbar, wo gezielte Verbesserung sinnvoll ist und womit sie beginnen sollte.
Wenn Sie die wissenschaftlichen Hintergründe, Gütekriterien und Anwendungsfelder eines validen Empathie-Tests suchen, sind Sie hier richtig. Wenn Sie zunächst verstehen möchten, woran man Empathie überhaupt erkennt, finden Sie die grundlegenden Erklärungen auf unserer Leitseite zur Empathie.
Inhaltsverzeichnis
- Die Wissenschaft hinter dem Gießener Empathie-Test (GET)
- Empathie-Dimensionen: Was der GET misst
- Starten Sie Ihren Empathie-Test jetzt
- Drei Kurzbeispiele – was Nutzer aus ihren Ergebnissen gelernt haben
- Das Buch zum Empathie-Test: Hintergründe, Einordnung und Übungen
- Evidenz statt Bauchgefühl: eine belastbare Basis für bessere Entscheidungen
- FAQ: Häufig gestellte Fragen (und Antworten)
- Verwandte Themen zur Vertiefung
- Über den Autor
Die Wissenschaft hinter dem Gießener Empathie-Test (GET)
Der Gießener Empathie-Test (GET) wurde nicht entwickelt, weil der Markt noch ein weiteres Online-Quiz brauchte. Er entstand, weil es im deutschsprachigen Raum zwar unzählige Aussagen über Empathie gibt, aber nur wenige Verfahren, die sprachlich passend, wissenschaftlich fundiert und im Berufsalltag wirklich brauchbar sind.
Der wissenschaftliche Ursprung des GET liegt in einem Forschungsprojekt an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM). Dort wurde untersucht, wie sich Empathie präzise definieren, in beobachtbares Verhalten übersetzen und mit brauchbarer Messqualität erfassen lässt. Aus diesem Projekt stammt auch der Name „Gießener Empathie-Test“. Die praktische Weiterentwicklung und Erprobung erfolgte anschließend am Institut für Management-Innovation – in Assessment Centern, Managementprogrammen, Mitarbeiterbefragungen, Coachings und anderen realen Anwendungssituationen in Zusammenarbeit mit renommierten Unternehmen.
Der Anlass für diese Entwicklung war klar. Viele bekannte Empathie-Tests sind im Kern Übersetzungen aus dem englischsprachigen Raum. Solche Instrumente können nützlich sein, passen aber nicht automatisch zu den sprachlichen Feinheiten, sozialen Erwartungen und beruflichen Realitäten im deutschsprachigen Kontext. Wer hier valide diagnostizieren will, darf kulturelle Unterschiede nicht übersehen.
Noch problematischer ist ein zweiter Punkt: In der populären Beraterliteratur wird über Empathie häufig in einer Sprache gesprochen, die sich gut anhört, aber diagnostisch kaum etwas taugt. Dort liest man Formulierungen wie „Sich Stärken bewusst machen“, „Krisen genauer wahrnehmen“, „Phasen im Veränderungsprozess auskosten“, „dem Licht am Ende des Tunnels vertrauen“ oder „eine Brücke mit mehreren Stützpfeilern bauen, um die Insel der Tränen zu verlassen“. Das klingt tiefsinnig, ist aber oft so allgemein, mehrdeutig und wolkig, dass sich fast jeder irgendwie darin wiederfinden kann.
Genau hier wirkt der Barnum-Effekt: Aussagen erscheinen persönlich und klug, obwohl sie auf sehr viele Menschen gleichzeitig passen. Das mag für Horoskope genügen. Für eine ernsthafte Diagnose empathischer Fähigkeiten ist es wertlos. Wer Empathie wirklich verstehen, messen und gezielt verbessern will, braucht keine Sprachbilder aus dem Nebel, sondern klare Merkmale, überprüfbare Aussagen und belastbare Vergleichsdaten.
Genau deshalb wurde der GET entwickelt: als wissenschaftlich fundierte Kurzdiagnose für emotionale, kognitive und soziale Empathie. Ziel ist nicht, Menschen mit hübschen Etiketten zu versehen, sondern Unterschiede sichtbar zu machen, Stärken und Schwächen realistisch einzuordnen und eine belastbare Grundlage für Entwicklung, Feedback, Auswahl und Führung zu schaffen.
Vom Forschungsprojekt zur praktischen Anwendung in Unternehmen
Die wissenschaftliche Grundlage des GET entstand an der THM. Dort wurden theoretische Modelle, Itemformulierungen und statistische Prüfverfahren entwickelt, um Empathie nicht als vages Wohlfühlwort, sondern als messbare psychologische Kompetenz zu behandeln. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich Empathie so erfassen lässt, dass die Ergebnisse nicht nur akademisch korrekt, sondern auch für praktische Entscheidungen nutzbar sind.
Die Praxiserprobung erfolgte anschließend am Institut für Management-Innovation. Dort wurde der GET in realen Projekten mit Unternehmen und Organisationen eingesetzt – unter anderem in Assessment Centern, Talentprogrammen, Führungskräfteentwicklungen, Mitarbeiterbefragungen, Coachings und Workshops. Dadurch konnte geprüft werden, ob die Ergebnisse nicht nur statistisch sauber, sondern auch im Alltag verständlich, plausibel und handlungsrelevant sind.
Gerade diese Verbindung von Forschung und Anwendung macht den Unterschied. Ein Test ist nicht schon deshalb gut, weil er in einer Publikation schön aussieht. Er muss sich auch dort bewähren, wo Menschen eingeschätzt, entwickelt oder ausgewählt werden – also in Situationen, in denen Fehlurteile teuer werden.
Messgüte in Kürze: zuverlässig, valide und vergleichbar
Der GET misst emotionale, kognitive und soziale Empathie mit insgesamt 30 Items auf einer 5-stufigen Skala. Die internen Konsistenzen der drei Skalen liegen im Bereich von α = .838 bis .851. Faktorenanalysen bestätigen je Dimension eine eindimensionale Struktur; die Items zeigen gute Trennschärfen. Damit liefert der Test eine belastbare Kurzdiagnose für Praxisentscheidungen – mit Vergleichswerten aus dem deutschsprachigen Raum.
Für den Nutzer heißt das: Der GET sagt nicht nur irgendetwas über Empathie, sondern er misst drei klar unterscheidbare Formen empathischer Kompetenz mit einer Qualität, die über bloße Selbsteinschätzung weit hinausgeht. Das ist die Voraussetzung dafür, Ergebnisse sinnvoll zu interpretieren und gezielte Entwicklung nicht dem Zufall zu überlassen.
Die methodische Ausrichtung folgt den Qualitätsmaßstäben wissenschaftlich fundierter Eignungs- und Diagnostikverfahren und orientiert sich an den Prinzipien der DIN 33430: Objektivität, Reliabilität, Validität, Transparenz und nachvollziehbare Interpretation. Genau darin unterscheidet sich ein valider Test von den vielen Schnellchecks, die vor allem Aufmerksamkeit erzeugen, aber kaum belastbare Aussagen liefern.
Wodurch sich der GET von vielen anderen Tests unterscheidet
- Kein Allerweltstest aus Übersetzungsresten: Der GET wurde im deutschsprachigen Kontext entwickelt und nicht nur sprachlich übertragen.
- Dreidimensionales Modell statt grober Pauschalurteile: Der Test unterscheidet emotionale, kognitive und soziale Empathie – also Mitfühlen, Verstehen und das Erkennen von Gruppendynamiken.
- Praxisbezug statt Theorieromantik: Die Ergebnisse sollen nicht beeindrucken, sondern in Alltag, Beruf, Führung und Zusammenarbeit nutzbar sein.
- Vergleichswerte statt Bauchgefühl: Die Einordnung erfolgt nicht nach subjektivem Eindruck, sondern im Vergleich zu einer großen deutschsprachigen Stichprobe.
- Diagnose statt Deutungskunst: Der GET arbeitet mit klaren Aussagen und überprüfbaren Kennwerten – nicht mit wolkigen Formulierungen, in die jeder irgendetwas hineinlesen kann.
- Belastbare Grundlage für Entwicklung: Wer Empathie verbessern will, muss zuerst wissen, welche Form der Empathie stark oder schwach ausgeprägt ist. Genau diese Ausgangsbasis liefert der GET.
Weitere wissenschaftliche Hintergründe zur Definition von Empathie, zu typischen Verhaltenssignalen und zu den inhaltlichen Grundlagen des Modells finden Sie auf der Leitseite Empathie. Auf dieser Seite steht die Diagnose im Mittelpunkt: ein valider Empathie-Test als Ausgangspunkt für fundierte Entwicklung statt gut gemeinter Spekulation.
Empathie-Dimensionen: Was der GET misst
Der Gießener Empathie-Test (GET) misst Empathie nicht als verschwommenes Gesamtgefühl, sondern in drei klar unterscheidbaren Dimensionen: emotionale, kognitive und soziale Empathie. Genau das ist entscheidend. Denn wer in allen drei Bereichen dasselbe vermutet, übersieht oft den eigentlichen Hebel für Entwicklung.
Es macht einen großen Unterschied, ob jemand Gefühle anderer zwar stark aufnimmt, aber deren Motive falsch deutet. Oder ob jemand Menschen und Situationen nüchtern versteht, aber kaum emotionale Resonanz zeigt. Oder ob jemand einzelne Personen gut einschätzen kann, aber in Teams, Gruppen und Organisationen die informellen Regeln nicht erkennt. Der GET macht diese Unterschiede sichtbar.
Die Auswertung beruht auf 30 Items mit einer 5-stufigen Skala und liefert ein Profil, das nicht nur beschreibt, wie empathisch jemand ist, sondern auf welche Weise sich Empathie zeigt – und wo gezielte Verbesserung sinnvoll sein kann.
Emotionale Empathie – Mitfühlen, ohne sich zu verlieren
Diese Dimension beschreibt die Fähigkeit, Gefühle und Stimmungen anderer Menschen innerlich mitzuerleben. Wer hier hoch ausgeprägt ist, spürt oft schnell, wenn jemand verletzt, verunsichert, frustriert oder erleichtert ist. Das kann Nähe, Vertrauen und Akzeptanz fördern.
Doch genau hier liegt auch eine typische Gefahr: Hohe emotionale Empathie ist nicht automatisch eine Stärke. Wer Gefühle anderer zu stark übernimmt, verliert leichter Distanz, wird anfälliger für Überforderung oder trifft Entscheidungen eher aus Mitleid als aus Klarheit. Der GET zeigt deshalb nicht nur, ob jemand stark mitfühlt, sondern hilft auch dabei, diese Fähigkeit realistisch einzuordnen.
Kognitive Empathie – Verstehen, was andere denken und meinen
Kognitive Empathie beschreibt die Fähigkeit, Gedanken, Motive, Absichten und unausgesprochene Bedeutungen anderer Menschen zu erkennen. Sie zeigt sich darin, dass jemand zwischen Worten und Gemeintem unterscheiden kann, Reaktionen besser vorhersieht und Gespräche klarer steuert.
Diese Form der Empathie ist besonders wichtig für Kommunikation, Konfliktlösung, Verhandlung, Führung und Motivation. Wer hier stark ist, versteht nicht nur, was andere sagen, sondern auch, warum sie es sagen und welche Wirkung eine Situation auf sie hat. Genau deshalb ist kognitive Empathie oft der Schlüssel für präzise Rückmeldungen und kluge Entscheidungen.
Soziale Empathie – Gruppendynamiken, Rollen und unausgesprochene Regeln erkennen
Soziale Empathie geht über das einzelne Gegenüber hinaus. Sie beschreibt das Gespür für das, was in Gruppen, Teams und Organisationen unter der Oberfläche läuft: Rollen, Spannungen, Machtstrukturen, Allianzen, unausgesprochene Regeln und Stimmungen.
Wer hier stark ist, merkt oft früh, ob ein Team kippt, wer informell Einfluss hat, wo Widerstand wächst oder warum eine scheinbar gute Entscheidung in einer Gruppe trotzdem scheitern könnte. Gerade in Führung, Projektarbeit, Vertrieb, HR und Change-Prozessen ist diese Form der Empathie oft wichtiger als bloße Freundlichkeit oder gute Absicht.
Optionaler Index „Persönliche Beziehungen“
Zusätzlich kann in der Auswertung sichtbar werden, wie gut empathische Fähigkeiten im Alltag tatsächlich in Respekt, Vertrauen und offene Kommunikation übersetzt werden. Denn Empathie allein garantiert noch keine tragfähigen Beziehungen. Entscheidend ist, ob aus Wahrnehmung und Verstehen auch ein Verhalten entsteht, das andere als fair, glaubwürdig und hilfreich erleben.
Genau hier zeigt sich der praktische Wert des GET: Der Test liefert keine abstrakte Charakterbeschreibung, sondern eine brauchbare Ausgangsbasis für Entwicklung. Er macht sichtbar, wo jemand bereits stark ist, wo blinde Flecken liegen und an welcher Stelle gezielte Verbesserung am meisten bringt.
Starten Sie Ihren Empathie-Test jetzt
Wenn Sie wissen möchten, wie sich Ihre empathischen Stärken und Schwächen tatsächlich verteilen, können Sie den Gießener Empathie-Test (GET) direkt online durchführen. Der Test ist so aufgebaut, dass Sie in kurzer Zeit ein brauchbares, differenziertes Profil erhalten – nicht nur einen pauschalen Eindruck.
Der Nutzen liegt auf der Hand: Wer Empathie gezielt verbessern will, sollte nicht raten. Es macht einen erheblichen Unterschied, ob Entwicklungsbedarf eher beim Mitfühlen, beim Verstehen von Motiven oder beim Erkennen von Gruppendynamiken liegt. Genau diese Unterschiede macht der GET sichtbar.
So läuft der Test ab
- Starten: Sie lesen die Hinweise und bewerten 30 Aussagen zu Ihrem typischen Verhalten. Der Zeitaufwand beträgt in der Regel 15 bis 20 Minuten.
- Auswertung: Direkt im Anschluss erhalten Sie Ihr persönliches Profil in emotionaler, kognitiver und sozialer Empathie.
- Einordnung: Ihre Werte werden im Vergleich zu einer großen deutschsprachigen Stichprobe eingeordnet.
- Nächste Schritte: Sie erhalten kurze, praxistaugliche Hinweise für Alltag, Zusammenarbeit und berufliche Situationen.
Was Sie konkret bekommen
- Ein übersichtliches Profil Ihrer empathischen Stärken und Schwächen.
- Eine Einordnung Ihrer Ergebnisse im Vergleich zu anderen Teilnehmern.
- Hinweise dazu, wo Ihre empathischen Fähigkeiten bereits tragen – und wo gezielte Entwicklung sinnvoll ist.
- Auf Wunsch einen PDF-Download für Ihre Unterlagen.
- Den Ausgangspunkt für weiterführende Gespräche, Coaching, 360-Grad-Feedback oder persönliche Entwicklungspläne.
Was der Test leistet – und was nicht
Der GET ist eine wissenschaftlich fundierte Kurzdiagnose. Er ersetzt weder ein ausführliches Coaching noch das Fremdbild durch andere Personen. Aber er schafft etwas, was in der Praxis oft fehlt: eine klare, vergleichbare und belastbare Ausgangsbasis. Genau deshalb ist er so nützlich – für Einzelpersonen ebenso wie für Unternehmen.
Wer nur auf sein Bauchgefühl vertraut, übersieht leicht blinde Flecken. Wer dagegen mit einer fundierten Diagnose beginnt, kann Entwicklung gezielter, schneller und wirksamer steuern.
Wann eine vertiefte Einordnung sinnvoll ist
Für viele Nutzer reicht die Sofortauswertung als erste Standortbestimmung. In manchen Fällen ist jedoch mehr sinnvoll – zum Beispiel dann, wenn Ergebnisse im beruflichen Kontext eingeordnet werden sollen: etwa für Führungskräfte, Vertrieb, HR, Potenzialträger, Nachwuchsführungskräfte oder bestimmte Altersgruppen.
Dann kann eine vertiefte Interpretation mit passenden Vergleichsdaten und konkreten Handlungsempfehlungen hilfreich sein. Genau dafür eignet sich ein kurzes Coaching-Gespräch, in dem Kontext, Rolle und Prioritäten gezielt berücksichtigt werden.
Hinweis zum Datenschutz
Der Test ist kostenlos und anonym. Eine Registrierung oder Angabe Ihrer E-Mail-Adresse ist nicht erforderlich.
Drei Kurzbeispiele: Was man aus dem Empathie-Test lernen kann
Die Ergebnisse des Gießener Empathie-Tests (GET) sind kein Zahlenspiel, sondern eine praktische Standortbestimmung. Sie zeigen, wo empathische Stärken bereits tragen, wo blinde Flecken liegen und an welcher Stelle gezielte Entwicklung am meisten bringt. Die ausführlichen Fallstudien mit Hintergrund, Forschung und Einordnung finden Sie auf unserer Leitseite zur Empathie.
Personalmanagerin – hohe emotionale Empathie, deutlich schwächer in kognitiver und sozialer Empathie.
Was sichtbar wird: Sie nimmt Gefühle anderer schnell und intensiv auf, verliert dabei aber leichter die nötige Distanz. Perspektiven anderer Rollen – etwa von Führungskräften oder informellen Machtträgern – werden weniger klar erkannt.
Was daraus folgt: Mitgefühl bewusster dosieren, Fakten und Gefühle sauber trennen, den Blick für Rollen, Interessen und Gruppendynamiken schärfen.
Vertriebsleiter – starke kognitive Empathie, schwächer in emotionaler und sozialer Empathie.
Was sichtbar wird: Er versteht Kunden und Gesprächspartner gut, erkennt Motive und Entscheidungslogiken, wirkt aber emotional oft nüchtern und nimmt Spannungen im Team nicht immer früh genug wahr.
Was daraus folgt: Nicht nur Lösungen liefern, sondern Beziehungen bewusster pflegen, aktiver zuhören, Anerkennung sichtbarer machen und die Stimmung im Team systematischer beobachten.
General Manager – ausgewogenes Profil, besonders stark in sozialer Empathie.
Was sichtbar wird: Er erkennt nicht nur einzelne Personen gut, sondern auch Netzwerke, unausgesprochene Regeln und mögliche Widerstände in komplexen Organisationen. Dadurch kann er Entscheidungen besser vorbereiten und Beziehungen strategisch klug gestalten.
Was daraus folgt: Diese Stärke gezielt nutzen, um Brücken zwischen Bereichen zu bauen, kritische Gruppen früh einzubinden und Konflikte zu entschärfen, bevor sie eskalieren.
Wichtig: Die Beispiele zeigen, dass es nicht reicht zu wissen, ob jemand empathisch ist. Entscheidend ist, wie sich Empathie zusammensetzt – und in welchen Situationen genau daraus eine Stärke oder ein Engpass wird.
Das Buch zum Empathie-Test: Hintergründe, Einordnung und Übungen
Der Gießener Empathie-Test (GET) liefert eine schnelle und wissenschaftlich fundierte Kurzdiagnose. Wer darüber hinaus verstehen möchte, wie die Ergebnisse zustande kommen, was sie bedeuten und wie sich daraus konkrete Entwicklungsschritte ableiten lassen, findet die vertiefende Einordnung im Buch von Prof. Dr. Waldemar Pelz.
Das Buch bündelt die wissenschaftlichen Grundlagen des Modells, die wichtigsten empirischen Befunde sowie praktische Hinweise zur Interpretation und Weiterentwicklung emotionaler, kognitiver und sozialer Empathie. Es zeigt, warum Empathie nicht mit Nettigkeit verwechselt werden darf, weshalb viele populäre Ratschläge ins Leere laufen und unter welchen Bedingungen empathische Fähigkeiten im Berufsalltag tatsächlich wirksam werden.
Damit ergänzt das Buch den Test genau an der richtigen Stelle: Der GET zeigt Ihr Profil. Das Buch liefert die tiefere Einordnung. Es wiederholt also nicht einfach die Sofortauswertung, sondern erweitert sie um Forschung, Fallbeispiele, Denkmodelle und konkrete Übungen für typische Entwicklungsfelder.
Wer zunächst nur eine klare Standortbestimmung sucht, kann direkt mit dem Testergebnis arbeiten. Wer genauer verstehen will, warum bestimmte Muster entstehen und wie sich Empathie gezielt verbessern lässt, findet im Buch die passende Vertiefung.
Darüber hinaus enthält das Buch zahlreiche konkrete Übungen und Empfehlungen zum Training der Empathie – nicht als allgemeine Wohlfühlratschläge, sondern als nachvollziehbare Schritte, die an typische Testergebnisse und Entwicklungsfelder anknüpfen.
Wer vorab prüfen möchte, wie tief das Buch in Forschung, Fallbeispiele und Übungen einsteigt, kann hier das Inhaltsverzeichnis als PDF einsehen.
Evidenz statt Bauchgefühl: eine belastbare Basis für bessere Entscheidungen
Wenn Menschen beurteilt, ausgewählt oder entwickelt werden, reicht Bauchgefühl allein nicht aus. Intuition kann wertvoll sein, aber sie ist anfällig für Sympathieeffekte, Selbstdarstellung, Wunschdenken und vorschnelle Urteile. Genau deshalb braucht es in Führung, Auswahl und Entwicklung eine belastbare empirische Grundlage.
Der Gießener Empathie-Test (GET) schafft diese Grundlage. Das mit rund 20.000 Teilnehmenden validierte Verfahren erfasst emotionale, kognitive und soziale Empathie standardisiert, reliabel und valide. Damit liefert der Test nicht bloß interessante Eindrücke, sondern eine Ausgangsbasis, auf der sich Beobachtungen, Gespräche und Entscheidungen klarer, fairer und nachvollziehbarer einordnen lassen.
Das ist besonders wichtig in Situationen, in denen viel auf dem Spiel steht: bei Einstellungsinterviews, Assessment Centern, 360-Grad-Feedbacks, Management-Audits, Coachings und Entwicklungsprogrammen. In all diesen Formaten geht es nicht um psychometrische Messung im engen Sinn, sondern um Urteile mit Konsequenzen. Und diese Urteile werden besser, wenn sie sich nicht nur auf Erfahrung, sondern auch auf valide Daten stützen.
Der Nutzen des GET liegt deshalb nicht nur im Testergebnis selbst. Er liegt vor allem darin, dass der Test einen gemeinsamen Referenzrahmen schafft. Gespräche werden präziser. Beobachtungen werden vergleichbarer. Stärken und Entwicklungsfelder lassen sich klarer benennen. Und Entscheidungen werden weniger vom Zufall der Tagesform oder vom Charme des Auftretens abhängig.
Man kann es einfach sagen: Ein Arzt behandelt nicht ins Blaue hinein. Er beginnt mit einer Diagnose. Genauso sollte man auch empathische Fähigkeiten nicht nach Gefühl beurteilen oder mit allgemeinen Ratschlägen „trainieren“. Wer wirksam entwickeln will, muss zuerst wissen, was genau ausgeprägt ist – und wo der eigentliche Engpass liegt.
Genau darin liegt der Unterschied zwischen professioneller Diagnostik und wohlmeinender Deutungskunst. Der GET ersetzt Erfahrung nicht, aber er macht Erfahrung präziser, überprüfbarer und anschlussfähig. So wird aus Bauchgefühl kein Gegner, sondern ein Partner – auf einer deutlich solideren Grundlage.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) und Antworten
- Welche drei Dimensionen misst der Gießener Empathie-Test (GET)?
Der GET erfasst emotionale, kognitive und soziale Empathie. Damit wird sichtbar, ob jemand vor allem stark im Mitfühlen, im Verstehen von Gedanken und Motiven oder im Erkennen von Gruppendynamiken ist. Zusätzlich kann die Auswertung Hinweise darauf geben, wie gut sich diese Fähigkeiten im Alltag in Respekt, Vertrauen und offene Kommunikation übersetzen. - Für wen ist dieser Empathie-Test besonders geeignet?
Der Test eignet sich für alle, die ihr Empathieprofil besser verstehen und gezielt weiterentwickeln möchten. Besonders nützlich ist er für Führungskräfte, Nachwuchsführungskräfte, HR-Verantwortliche, Vertriebsmitarbeiter, Coaches, Berater sowie für Unternehmen, die Empathie in Assessment Centern, Talentprogrammen, Mitarbeiterbefragungen, Coachings oder Entwicklungsprogrammen fundierter einordnen wollen. - Was unterscheidet den GET von vielen anderen Empathie-Tests?
Der GET wurde im deutschsprachigen Kontext entwickelt und nicht nur aus dem Englischen übertragen. Er basiert auf einem dreidimensionalen Modell, wurde mit einer großen Praxisstichprobe validiert und ermöglicht eine Einordnung anhand von Vergleichswerten. Damit liefert er mehr als ein pauschales Testergebnis: Er zeigt, welche Form der Empathie stark oder schwach ausgeprägt ist. - Wie lange dauert der Empathie-Test und was erhalte ich danach?
Der Test umfasst 30 Fragen und dauert in der Regel 15 bis 20 Minuten. Direkt im Anschluss erhalten Sie Ihr Profil in emotionaler, kognitiver und sozialer Empathie, eine Einordnung im Vergleich zu anderen Teilnehmenden sowie kurze Hinweise für Alltag und Beruf. - Warum ist eine fundierte Diagnose die Voraussetzung für gezielte Entwicklung?
Weil sich Empathie nicht sinnvoll „ins Blaue hinein“ verbessern lässt. Es macht einen großen Unterschied, ob Entwicklungsbedarf eher beim Mitfühlen, beim Verstehen von Motiven oder beim Erkennen von sozialen Dynamiken liegt. Genau diese Unterschiede macht der GET sichtbar. Erst auf dieser Grundlage lassen sich Training, Coaching oder Feedback gezielt ausrichten. - Entspricht der GET wissenschaftlichen Qualitätsstandards?
Der GET wurde mit rund 20.000 Teilnehmenden validiert und erfasst empathische Kompetenzen standardisiert, reliabel und valide. Die methodische Ausrichtung orientiert sich an den Prinzipien der DIN 33430, also an den Anforderungen an Objektivität, Reliabilität, Validität, Transparenz und nachvollziehbare Interpretation. - Ist der Empathie-Test kostenlos und anonym?
Ja. Die Online-Version des GET ist kostenlos und anonym. Eine Registrierung oder die Angabe Ihrer E-Mail-Adresse ist nicht erforderlich. - Ersetzt der Test Erfahrung, Menschenkenntnis oder Bauchgefühl?
Nein. Der GET ersetzt Erfahrung nicht, sondern ergänzt sie durch belastbare Evidenz. Gerade in Auswahl, Führung und Entwicklung werden Urteile besser, wenn sie nicht nur auf Eindruck und Intuition beruhen, sondern zusätzlich auf validen Daten. - In welchen Situationen ist der Test besonders hilfreich?
Besonders hilfreich ist der GET überall dort, wo Menschen eingeschätzt, entwickelt oder ausgewählt werden: im Recruiting, in Assessment Centern, in 360-Grad-Feedbacks, in Coachings, in Management-Audits sowie in der Führungskräfteentwicklung. Er schafft eine klare Ausgangsbasis für Gespräche, Entscheidungen und gezielte Entwicklungsmaßnahmen. - Welche Rolle spielt das Buch zum Empathie-Test?
Der Test liefert eine wissenschaftlich fundierte Kurzdiagnose. Das Buch von Prof. Dr. Waldemar Pelz vertieft diese Ergebnisse: Es erläutert die wissenschaftlichen Hintergründe, zeigt typische Muster in der Interpretation und enthält konkrete Übungen und Empfehlungen zum Training der Empathie. - Wer hat den Gießener Empathie-Test entwickelt?
Der wissenschaftliche Ursprung des Tests liegt in einem Forschungsprojekt an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM). Die praktische Weiterentwicklung und Erprobung erfolgte am Institut für Management-Innovation. Verantwortlich für das Forschungsprogramm und die Entwicklung des GET ist Prof. Dr. Waldemar Pelz.
Verwandte Themen zur Vertiefung
Wer den Empathie-Test sinnvoll nutzen möchte, sollte auch die angrenzenden Themen kennen. Denn eine belastbare Diagnose wirkt am stärksten, wenn sie mit Fremdbild, Persönlichkeit, Führung und emotionaler Selbststeuerung zusammen betrachtet wird.
- Empathie: Definition, Merkmale und Beispiele – woran man Empathie erkennt und wie sie sich im Verhalten zeigt.
- Emotionale Intelligenz – wie Menschen mit eigenen Gefühlen umgehen und die Gefühle anderer sozial klug berücksichtigen.
- 360-Grad-Feedback – wie empathische Wirkung im Fremdbild von Mitarbeitern, Kollegen und Vorgesetzten sichtbar wird.
- Führungskompetenz – empirisch geprüfte Fähigkeiten erfolgreicher Führungskräfte, darunter vertrauensbildendes und beziehungsstarkes Verhalten.
- Berufsbezogener Persönlichkeitstest (BPT) – Analyse von Persönlichkeitsmerkmalen mit Bedeutung für Karriere, soziale Wirkung und Führungserfolg.
Über den Autor
Über den Autor
Prof. Dr. Waldemar Pelz ist Professor für Management und Geschäftsführer des Instituts für Management-Innovation. Er entwickelt seit vielen Jahren wissenschaftlich fundierte Verfahren zur Empathie-Diagnostik, Persönlichkeitsdiagnostik und Führungskräfteentwicklung.
Der Gießener Empathie-Test (GET) geht auf ein Forschungsprojekt an der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) zurück und wurde in der Praxis des Instituts für Management-Innovation in Assessment Centern, Managementprogrammen, Mitarbeiterbefragungen, Coachings und Entwicklungsprojekten weiter erprobt.
Im Mittelpunkt seiner Forschung steht die Frage, wie sich emotionale, kognitive und soziale Empathie präzise beschreiben, valide messen und für Führung, Zusammenarbeit und persönliche Entwicklung nutzbar machen lassen – nach dem Prinzip: Evidenz statt Bauchgefühl.
- Entwicklung des Gießener Empathie-Tests als wissenschaftlich fundierte Kurzdiagnose.
- Verknüpfung von Forschung, Praxiserprobung und konkreten Entwicklungsimpulsen.
- Langjährige Erfahrung in Führungskräfteentwicklung, Managementdiagnostik und 360-Grad-Feedback.